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1.Herren verspielt beim 8:8-Krimi in Ahlten Aufstiegschance
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- Created on 25 March 2012
- Written by Buttermaker
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Im Kampf um den Aufstieg in die Landesliga stand die Mutter aller Top-Spiele in Ahlten an. Unsere alten Helden waren bei den punktgleichen Unaufsteigbaren zum Siegen verdammt, weil man schon bei einem Unentschieden hinter die dann verlustpunktgleichen Teams aus Ahlten und Basche zurückfallen würde. Auf der anderen Seite konnten und wollten sich auch die Gastgeber keine Niederlage leisten. Die fast 4 Stunden hielten alles, was man sich von so einem Aufeinandertreffen erwarten konnte: Kampf vom ersten bis zum letzten Ball, die eine oder andere mentale Verspanntheit, was zum Aufregen für alle und am Ende eine Punkteteilung, die den alten Menschen zwar nicht reicht, die aber schon in Ordnung geht und den Unaufsteigbaren aus Ahlten endlich den so lang ersehnten Aufstieg bringen wird. Und wer am Ende oben steht, hat es auch verdient!

Matchball zum Aufstieg nicht genutzt: Frank Wulfes und Thomas Jendrich
Los geht’s: Unser gertenschlankes Spitzendoppel heute mal mit einem Blitzstart gegen Andre/Janni und zu 1 im ersten. Auf der Leistung aufbauend konnte man die folgenden zwei Sätze nach Hause schaukeln. Deutlich mehr Mühe hatten die Psychos im Spiel gegen Michael/Klotzi. Allerdings hätte ein unbeteiligter Beobachter auch den Eindruck gewinnen können, dass jeder der Beteiligten mit sich selbst zu kämpfen hatte. Der Druck im Profi-Sport halt...Wie auch immer ging das sehr wechselhafte Spiel in den 5ten: Da wollten die Gastgeber auch noch so lieb gemeinte Angebote der Psychos nicht annehmen und unter gütiger Mithilfe von Netz und Kante ging der Doppelpunkt an die Scheintoten. Ach ja – Doppel 3 gibt es auch noch. Da wird wohl der Trainingsaufwand NOCH EINMAL erhöht werden müssen bis Markus und der Otti zu einer Einheit werden. Gegen das eingespielte Doppel Lars/Fred hatten sie jedenfalls nie den Hauch einer Chance.
2:1 nach den Doppeln...wie immer...besser wie meist...jedenfalls ein guter Start für den Seniorenbeschäftigungskreis.
Barni gegen Andre wie im Hinspiel in Satz 1 chancenlos zu 4. Dann kämpfte er sich jedoch über kleine Erfolgserlebnisse in sein Spiel und konnte Satz 2 und 3 glücklich irgendwie für sich entscheiden. Nach kurzem Rückschlag in Satz 4 stand am Ende des 5ten, wie schon im Hinspiel, ein etwas überraschender Sieg für Barni. TJ kam heute mit Michaels sicherer weichen Spielart nicht zurecht. Erst als TJ in Abwehr überging konnte ein Satzgewinn erreicht werden. Wieder mit altem Spielsystem war die Niederlage besiegelt. Der alte Mann konnte gegen Klotzi zwar hin und wieder mal einen Ball auf den Tisch spielen, jedoch zu Ende der Satzes hatte das winselnde Weichei der positiven mentalen Power von Klotzi nix entgegen zu setzen = 0:3. Franki hatte angedroht sich in der Rückrunde nur auf die 2 Spitzenspiele gegen Basche und Ahlten zu konzentrieren und seinen Trainingsplan darauf ausgerichtet und den Ernährungsplan dementsprechend angepasst. Das sollte sich auszahlen: In dem nicht ganz spannungsfreien Spiel gegen Lars konnte er sich in 5 langen Sätzen nach 1:2-Satzrückstand noch durchsetzen. Der Otti gegen den schnellen Janni immer die entscheidenen Punkte zu wenig und leider ohne wirkliche Chance = 0:3. Auch das zweite Spiel ging unten weg: Markus in 4 knappen Sätzen gegen das Laufwunder Fred unterlegen, obwohl man immer den Eindruck hatte „da geht doch was“. Aber rechts-links kontern reicht gegen Fred dann nicht, weil er diese Übung täglich 4 Stunden macht.
4:5 zur Pause...
Aber jetzt kamen die alten Menschen entschlossen aus den Kabinen: TJ mit unglaublichem 3:0 gegen Andre! Endlich mal ein Einzelsieg in einem wichtigen Spiel. Papa Barni musste gegen Michael erst einmal schauen, ob die Muskeln noch mitmachen und wirkte über 3 ½ Sätze unmotiviert und passiv. Als der Körper sagte, es reicht noch für 1 ½ Sätze drehte er noch einmal auf und brachte die Helden der Urzeit 6:5 in Führung. Mit Franki und Klotzi trafen dann die lautesten...ähh...motiviertesten Spieler aufeinander. Mit viel Tscha, JA und Gut ging es 5 Sätze lang hin und her. In der Verlängerung des Entscheidungssatzes spielte Franki die schon sagenumwobene Kondition aus und kam zu dem glücklich Siegpunkt. Und mit 5 Sätzen ging es auch zwischen dem alten Mann und Lars weiter. Nach endlosem Geeiere, was wohl nur einem Spaß machte, ging auch dieser Punkt sehr sehr sehr glücklich an die Greisentruppe, die plötzlich 8:5 führte. Der Sieg und die mögliche Meisterschaft so nah und doch unerreichbar...
Denn unten ging heute nicht viel, um nicht zu sagen gar nichts. Markus nutze auch seine wieselflinke Schnelligkeit gegen Janni nichts, denn dieser war selbst dafür noch zu schnell und konsequent = 0:3. Einer der vielen Ottis stand sich an seiner alten Wirkungsstätte selbst im Wege und hatte gegen die Maschine Fred so keine echten Möglichkeiten = 0:3.
Nun hing alles an dem Schlussdoppel. Da war was los. Die Vollschlanken gegen Michael/Klotzi. Natürlich 5ter Satz. Die alten Menschen hatten sich gerade 3 Punkte abgesetzt und waren nur noch 2 Punkte vom Sieg entfernt, da gab es noch einen emotionalen Höhepunkt. Ohne den wäre die Sache aber auch nicht rund geworden. Wer sich an der regen Diskussion beteiligen will klicke die entsprechenden Foren an. Eigentlich gab es aber nichts wirklich Weltbewegendes: Ahltener Schiri – TJ hat Aufschlag - auf Zurufen eines Ahltener Spielers „Falsch“ entscheidet der Schiri (der das aus seiner sitzenden Position wohl kaum gesehen haben dürfte) sofort und klappt den Punkt für Ahlten um. TJ sieht das ganz anders und kann sich kaum noch beherrschen. Die nächsten Punkte gehen natürlich weg, weil TJ 2 mal komplett am Ball vorbei schlägt – dann Matchball für Ahlten, TJ knickt um und fällt hin und die Ahltener treffen das leere Tor nicht. Eigener Matchball = nicht verwertet. Dann macht Ahlten den Sack zu. 8:8!
Der Autor dieser Zeilen kann leider nichts erhellendes zu dem Sachverhalt an sich beitragen, weil er es nicht genau gesehen hat – wie wohl die meisten Zuschauer. Es ist aber auch unerheblich, ob der Aufschlag wirklich falsch war oder nicht. Er wurde so gezählt und ich gehe davon aus, dass jeder es so sagt, wie er es gesehen hat. DIE Wahrheit gibt es eben nicht. Jeder hat seine eigene ... aber das ist eine philosophische Betrachtungsweise. Selbst WENN es eine Fehlentscheidung gewesen sein sollte: So etwas gehört dazu. Da kann man sich mal ärgern und dann ist gut. Und das sagt ein Sensibelchen, das bei jeder Kleinigkeit schwere Anfälle von Stimmen im Kopf bekommt.

3x fünf Sätze, 3x siegreich: Bernd Jendrich
Klar ist aber, dass man die Situation auch eleganter hätte lösen können. Hätte...aber muss man nicht.
Abschließend kann man aber sagen, dass das Unentschieden in Ordnung ist. Lob an das faire Publikum und Gratulation nach Ahlten (wenn sie es jetzt nicht noch selbst verk...)! Wie am Anfang schon geschrieben: Die Meisterschaft ist verdient! Die alten Menschen werden jetzt langsam die Sommerpause einläuten und ihr enormes Trainingspensum leicht reduzieren, damit die Körper sich erholen können und im August beginnt dann das Ausdauergrundlagentraining...
Nie vergessen: Es ist nur Tischtennis.
Immer fröhlich bleiben...
Bis denne... Euer Buttermaker


