Weibliche D I - TSV
Das
große Spiel. Hannovers beiden besten 94er Mädchenjahrgänge trafen heute
aufeinander. Mit Ausgabe des Spielplans hatte ich bereits darauf bestanden, dass
wir zu diesem Termin vollzählig sein mögen. Alle zehn Bothfelderinnen der D I
waren in der Halle... mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass Kathi schwer erkältet
war, Alex wegen einer Antibiotikakur ausfiel und Kathrin einen verstauchten
Finger hatte. Die E-Jgd. spielte in Rumpfbesetzung parallel in Immensen, die
zwei in Frage kommenden Aushilfen aus der D II waren verhindert. Kathi erklärte
sich bereit, die erste Halbzeit ins Tor zu gehen, so dass wir wenigstens etwas
wechseln konnten. Aus dem Barsinghäuser Lager war aber zu hören, dass dort
ebenfalls zwei wichtige Spielerinnen fehlten.
Als
Schiedsrichter standen meine ehemaligen Spieler Mathis (TSV
Anpfiff.
1:0, 2:0, 3:0 - das hatte ich etwas anders erwartet. Die Abwehr arbeitete unermüdlich,
vorne setzten wir uns eins-gegen-eins gut durch und hatten Glück, dass Torfrau
Sina nicht ihren besten Tag erwischt hatte. In einer furiosen ersten Hälfte
ging es mit 3:1, 7:3, 10:5 zum 16:7 Halbzeitstand. Basche hatte große Probleme,
unsere 1:5 Abwehr (die im Laufe des Spiels immer weiter vorrückte) zu
durchbrechen. Die Bothfelderinnen machten es besser und schossen den
Halbzeitstand mit Gegenstößen, vom Kreis oder mit einfachen Durchbrüchen
heraus. Paula hatte es zwischenzeitlich auf Außen Links mit einer einen Kopf größeren
Gegenspielerin zu tun und löste diese Aufgabe bravourös. Janina und Naemi
fischten mehrmals Pässe ab und leiteten Gegenstöße ein. Kathis sieben
Gegentore in der ersten Halbzeit sprechen für sich, während Leonie und Jule
ihre körperliche Überlegenheit ausnutzten und sich durch die Deckung tankten.
In
der Halbzeit drückte ich trotz neun Toren Vorsprung auf die Euphoriebremse. Zum
einen sollte die zweite Hälfte wesentlich schwerer werden, da Kathi sich
nunmehr auf die Bank zurückziehen würde. Und zweitens wird am Saisonende
abgerechnet. Für den etwaigen direkten Vergleich kommt es auf jedes einzelne
Tor an und im Rückspiel würde Basche möglicherweise komplett sein. Vor allem
aber vermied ich jegliches Lob, aus Erfahrung lernt man eben dazu.
Trotz
aller Warnungen, der Vorsprung war zunächst zu deutlich, als dass wir an die
Leistung anknüpfen konnten. Basche legte einen Zahn zu und startete mit einem
3:0 in die zweite Hälfte. Die unermüdlich laufende Lotti konnte in der Abwehr
die Fehler der nun weniger aktiven Nachbarinnen nicht ausbügeln und der
Vorsprung schmolz auf fünf Tore (17:12). Erst dann ging zumindest im Angriff
wieder etwas und entweder Julia-Marina (10 Treffer) oder Lotti (6 Tore)
schlossen erfolgreich ab. Zwei von drei (!) Hinausstellungen mussten wir in der
zweiten Hälfte tatsächlich in Unterzahl ausspielen. In diesen Unterzahlphasen
schloss Keeperin Jule vorne dann die Lücke und wir konnten sogar mehrfach
treffen. Die phänomenale erste Halbzeit reichte dann für einen deutlichen
25:17 Sieg, die zweite Hälfte ging nämlich 9:10 an Basche.
Vielen Dank an unser zahlreiches und lautstarkes Publikum und noch einmal herzlichen Dank an unsere Schieris Julian und Mathis (auch dafür, dass Fouls endlich einmal regelkonform geahndet wurden!). Wenn wir die Leistung aus der ersten Halbzeit wieder abrufen können und alle Mädchen wieder gesund werden, dann sollten auch alle anderen Mannschaften zu schlagen sein.